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Vitalpilze – wissenschaftlich eingeordnet

Einordnung

Diese Übersicht dient der allgemeinen Information über Pilzarten und den Stand der Forschung. Sie beschreibt keine Diagnosen, Therapien, Heilwirkungen oder individuellen Anwendungsempfehlungen. Bezeichnungen wie „Vitalpilz“ oder „Mykotherapie“ werden hier als Begriffe aus Tradition, Markt und Forschung verwendet und stellen keine Aussage über eine medizinische Wirksamkeit dar.

Wichtig für die wissenschaftliche Einordnung: Die Forschung zu Pilzen und ihren Inhaltsstoffen umfasst unterschiedliche Evidenzstufen. Ergebnisse aus Zellkulturen, Tiermodellen oder speziellen Extrakten sind nicht automatisch auf Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel übertragbar.

Inhaltsübersicht

  1. Reishi

  2. Shiitake

  3. Chaga

  4. Raupenpilz (Cordyceps)

  5. Dunkler Lackporling

  6. Champignon

  7. Schopftintling

  8. Harziger Lackporling

  9. Kupferroter Lackporling

  10. Schmetterlingstramete

  11. Eichenfeuerschwamm

  12. Wulstiger Lackporling

  13. Schwefelporling

  14. Striegelige Tramete

  15. Flacher Lackporling

  16. Zottiger Schillerporling

  17. Igelstachelbart

  18. Silberohr

  19. Eichhase

  20. Enoki

  21. Lärchenschwamm

  22. Maitake

  23. Gemeiner Feuerschwamm

  24. Judasohr

  25. Austernseitling

 

 

1. Reishi

Wissenschaftlicher Name: Ganoderma lucidum

Der Reishi ist ein holzbewohnender Lackporling mit glänzendem, meist rotbraunem Fruchtkörper. In der traditionellen asiatischen Nutzung spielt er seit langer Zeit eine Rolle. Die moderne Forschung untersucht unter anderem Triterpene und Polysaccharide sowie verschiedene biologische und klinische Fragestellungen. Die Aussagekraft hängt stark von Extrakt, Dosierung und Studiendesign ab.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Ganoderma lucidum

Ausgewählte verifizierte Literatur: kritischer Übersichtsartikel (2021) · systematische Übersichtsarbeit/Meta-Analyse klinischer Studien (2025) · Cochrane-Review zu Krebs (2016) · Studie zur Verträglichkeit bei gesunden Erwachsenen ·

2. Shiitake

Wissenschaftlicher Name: Lentinula edodes

Shiitake ist ein weltweit verbreiteter Speisepilz mit langer Nutzungsgeschichte in Ostasien. Zu den häufig untersuchten Inhaltsstoffen zählen Polysaccharide wie Lentinan und weitere sekundäre Pflanzenstoff- bzw. Pilzmetabolite. Studien befassen sich unter anderem mit Immunparametern, Stoffwechselprozessen und der Rolle des Pilzes als Lebensmittel.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Lentinula edodes

Ausgewählte verifizierte Humanstudie: Dai et al. (2015), randomisierte Ernährungsintervention

3. Chaga

Wissenschaftlicher Name: Inonotus obliquus

Der Chaga bzw. Schiefer Schillerporling wächst überwiegend an Birken in kühlen Regionen der Nordhalbkugel. Er enthält unter anderem Polyphenole, Melanin und Triterpenoide. Die Forschung ist überwiegend präklinisch und untersucht antioxidative, entzündungsbezogene und weitere biologische Eigenschaften.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Inonotus obliquus

4. Raupenpilz (Cordyceps)

Wissenschaftlicher Name: Ophiocordyceps sinensis

Ophiocordyceps sinensis ist ein parasitisch lebender Pilz des Hochlands von Tibet und angrenzender Regionen. Wegen der Seltenheit des Wildpilzes werden für Produkte auch kultivierte Myzelien verwendet. Untersucht werden unter anderem Polysaccharide, Nukleoside und mögliche Effekte in verschiedenen präklinischen und klinischen Forschungsfeldern.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Ophiocordyceps sinensis

Ausgewählte verifizierte Literatur: Systematic Review/Meta-Analyse zu diabetischer Nierenerkrankung (2023) · Systematic Review zu fermentierten Myzelprodukten (2024) ·

5. Dunkler Lackporling

Wissenschaftlicher Name: Ganoderma carnosum

Ganoderma carnosum ist ein europäischer Lackporling, der vor allem an Nadelholz vorkommt. Beschrieben und untersucht wurden unter anderem Triterpene und Polysaccharide. Die verfügbare Literatur ist deutlich kleiner als bei Reishi; viele Arbeiten sind Labor- oder chemische Analysen.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Ganoderma carnosum

6. Champignon

Wissenschaftlicher Name: Agaricus bisporus

Der Champignon ist ein weltweit kultivierter Speisepilz und ein Bestandteil der normalen Ernährung. Forschungsarbeiten untersuchen unter anderem seine Nährstoffzusammensetzung, Ballaststoffe, Ergothionein und weitere bioaktive Bestandteile. Ergebnisse aus Zell- oder Tiermodellen lassen sich nicht automatisch auf eine gesundheitliche Wirkung beim Menschen übertragen.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Agaricus bisporus

7. Schopftintling

Wissenschaftlicher Name: Coprinus comatus

Der Schopftintling ist ein essbarer Wiesenpilz aus Europa und Nordamerika. Untersuchungen beschäftigen sich unter anderem mit Polysacchariden, Phenolverbindungen und möglichen Stoffwechselwirkungen. Ein großer Teil der genannten Forschung stammt aus präklinischen Modellen.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Coprinus comatus

8. Harziger Lackporling

Wissenschaftlicher Name: Ganoderma resinaceum

Ganoderma resinaceum ist ein wärmeliebender Lackporling, der vor allem Laubbäume besiedelt. In der Literatur werden verschiedene Triterpene, Polysaccharide und phenolische Verbindungen beschrieben. Die Forschung befindet sich überwiegend auf chemischer und präklinischer Ebene.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Ganoderma resinaceum

9. Kupferroter Lackporling

Wissenschaftlicher Name: Ganoderma pfeifferi

Ganoderma pfeifferi ist ein europäischer Lackporling, der bevorzugt an älteren Laubbäumen wächst. Charakteristisch sind die harzige Oberfläche und verschiedene Triterpene. Veröffentlichungen untersuchen vor allem chemische Inhaltsstoffe sowie antimikrobielle und zelluläre Eigenschaften in Laborstudien.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Ganoderma pfeifferi

10. Schmetterlingstramete

Wissenschaftlicher Name: Trametes versicolor

Die Schmetterlingstramete ist ein weltweit verbreiteter Holzpilz mit auffälliger, zonierter Färbung. Besonders bekannt sind die Polysaccharid-Protein-Komplexe PSK und PSP. Diese Stoffe wurden vor allem in Asien intensiv erforscht; die Studienlage umfasst präklinische Arbeiten und klinische Untersuchungen, wobei Ergebnisse nicht pauschal auf Nahrungsergänzungsmittel übertragen werden können.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Trametes versicolor

11. Eichenfeuerschwamm

Wissenschaftlicher Name: Phellinus robustus

Phellinus robustus ist ein langlebiger Holzpilz, der vor allem an alten Eichen vorkommt. Beschrieben sind unter anderem Polyphenole und weitere Sekundärmetabolite. Die vorhandene Forschung befasst sich vor allem mit chemischer Charakterisierung und biologischen Effekten in Labor- und Tiermodellen.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Phellinus robustus

12. Wulstiger Lackporling

Wissenschaftlicher Name: Ganoderma adspersum

Ganoderma adspersum ist ein mehrjähriger Lackporling Mitteleuropas. Er bildet große Konsolen an älteren Laubbäumen. Untersucht werden unter anderem Polysaccharide, Triterpene und antioxidative Eigenschaften; die Evidenz ist überwiegend präklinisch.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Ganoderma adspersum

13. Schwefelporling

Wissenschaftlicher Name: Laetiporus sulphureus

Der Schwefelporling fällt durch seine gelb-orange Fruchtkörper auf und wächst an verschiedenen Laubbäumen. Er enthält zahlreiche sekundäre Inhaltsstoffe, darunter Pigmente und Polysaccharide. Forschungsarbeiten untersuchen unter anderem antioxidative, enzymatische und zelluläre Eigenschaften, überwiegend in präklinischen Modellen.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Laetiporus sulphureus

14. Striegelige Tramete

Wissenschaftlicher Name: Trametes hirsuta

Trametes hirsuta ist ein holzbewohnender Pilz mit dicht behaarter Oberfläche. Besonders untersucht werden Laccasen und weitere Enzyme sowie phenolische und polysaccharidische Bestandteile. Die Literatur ist vor allem durch Laboruntersuchungen zur Biochemie und zu biologischen Aktivitäten geprägt.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Trametes hirsuta

15. Flacher Lackporling

Wissenschaftlicher Name: Ganoderma applanatum

Der Flache Lackporling ist als „Künstlerpilz“ bekannt, weil sich die Porenfläche bei Berührung verfärbt. Chemische Untersuchungen beschreiben verschiedene Triterpene und Polysaccharide. Die verfügbare Forschung befasst sich vor allem mit Inhaltsstoffen und präklinischen biologischen Effekten.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Ganoderma applanatum

16. Zottiger Schillerporling

Wissenschaftlicher Name: Inonotus hispidus

Inonotus hispidus ist ein holzbewohnender Porling mit auffällig zottiger Oberfläche. Zu den untersuchten Inhaltsstoffen zählen unter anderem Hispidin und verschiedene Polysaccharide. Ein wesentlicher Teil der Forschung stammt aus Labor- und Tiermodellen.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Inonotus hispidus

17. Igelstachelbart

Wissenschaftlicher Name: Hericium erinaceus

Der Igelstachelbart, auch Lion’s Mane genannt, ist ein auffälliger Speisepilz, der traditionell genutzt wird mit charakteristischen Stacheln. Forschungsarbeiten beschäftigen sich unter anderem mit Erinacinen und Hericenonen sowie mit neurologischen, kognitiven und gastrointestinalen Fragestellungen. Für einzelne Fragestellungen liegen auch Humanstudien vor; die Ergebnisse sind jedoch nicht mit einem allgemeinen Wirksamkeitsnachweis gleichzusetzen.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Hericium erinaceus

Ausgewählte verifizierte Humanstudie: Mori et al. (2009), randomisierte doppelblinde Studie

18. Silberohr

Wissenschaftlicher Name: Tremella fuciformis

Das Silberohr ist ein gallertartiger Pilz, der vor allem in wärmeren Regionen vorkommt. Seine Polysaccharide besitzen ausgeprägte wasserbindende Eigenschaften und werden unter anderem für Lebensmittel- und Kosmetikforschung untersucht. Die wissenschaftliche Literatur umfasst chemische, präklinische und einzelne anwendungsbezogene Untersuchungen.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Tremella fuciformis

19. Eichhase

Wissenschaftlicher Name: Polyporus umbellatus

Polyporus umbellatus bildet große, verzweigte Fruchtkörper und ist in Europa und Asien verbreitet. In der Forschung werden unter anderem Sterole und Polysaccharide untersucht. Die Literatur umfasst chemische, präklinische und einige klinische Arbeiten; Aussagen zu konkreten gesundheitlichen Anwendungen müssen jeweils auf die konkrete Studie bezogen werden.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Polyporus umbellatus

20. Enoki

Wissenschaftlicher Name: Flammulina velutipes

Der Enoki bzw. Samtfußrübling ist ein Speise- und Kulturpilz, der in der Natur vor allem in kühlen Jahreszeiten fruchtet. Untersucht werden unter anderem Proteine, Polysaccharide und Ergothionein. Die Forschung umfasst ernährungswissenschaftliche, immunologische und präklinische Fragestellungen.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Flammulina velutipes

21. Lärchenschwamm

Wissenschaftlicher Name: Fomitopsis officinalis

Der Lärchenschwamm ist ein seltener Holzpilz, der historisch genutzt wurde. Er enthält charakteristische Bitterstoffe und weitere sekundäre Inhaltsstoffe. Die moderne Forschung ist begrenzt und befasst sich unter anderem mit Chemie, Mikrobiologie und präklinischen biologischen Eigenschaften.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Fomitopsis officinalis

22. Maitake

Wissenschaftlicher Name: Grifola frondosa

Maitake bzw. Klapperschwamm ist ein essbarer Pilz, der häufig am Fuß älterer Laubbäume vorkommt. Bekannt sind verschiedene Polysaccharid-Fraktionen, darunter D- und MD-Fraktionen. Untersucht werden unter anderem Stoffwechsel-, Immun- und ernährungswissenschaftliche Fragestellungen; die Ergebnisse sind abhängig von Präparat und Studiendesign.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Grifola frondosa

23. Gemeiner Feuerschwamm

Wissenschaftlicher Name: Phellinus igniarius

Phellinus igniarius ist ein harter, langlebiger Holzpilz der Nordhalbkugel. In der Literatur werden Hispidin, Polysaccharide und weitere Inhaltsstoffe beschrieben. Die Forschung konzentriert sich überwiegend auf chemische Analysen sowie Zell- und Tiermodelle.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Phellinus igniarius

24. Judasohr

Wissenschaftlicher Name: Auricularia auricula-judae

Das Judasohr bzw. Mu-Err ist ein gallertartiger Speisepilz, der häufig an Holunder vorkommt. Er enthält unter anderem Polysaccharide und Ballaststoffe. Studien untersuchen verschiedene ernährungswissenschaftliche und biologische Eigenschaften; aus Laborbefunden lassen sich keine allgemeinen Therapieaussagen ableiten.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Auricularia auricula-judae

25. Austernseitling

Wissenschaftlicher Name: Pleurotus ostreatus

Der Austernseitling ist ein weltweit verbreiteter Speisepilz. Er liefert unter anderem Beta-Glucane, Ballaststoffe, B-Vitamine und weitere bioaktive Verbindungen. Forschungsarbeiten befassen sich mit Ernährung, Lipidstoffwechsel, Mikrobiom und weiteren biologischen Eigenschaften. Aussagen zu einzelnen Inhaltsstoffen sind nicht automatisch Aussagen über die Wirkung eines fertigen Nahrungsergänzungsmittels.

Literaturrecherche: PubMed: Studien zu Pleurotus ostreatus

 

 

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